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Thema: Fluss Hechte

  1. #16
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Hi,

    ich befische einen Fluss der Barbenregion. Wassertiefen von 50 cm bis max. 2 m. In der Regel starke Strömung. Dein Problem sind wahrscheinlich nicht die Köder, sondern deine "Wurfkünste". Hechte stehen nicht in der Strömung. In solch flachen eher zügig fliessenden Flüssen fallen die ruhigen Zonen oft sehr klein aus. Das sind manchmal nur 1-2 m². Das bedeutet dann z.B. beim Befischen des gegenüber liegenden Ufers, daß man quasi auf das Ufer werfen muß, denn der "ruhige Streifen" ist oft nur 1 m breit und verläuft entlang des Ufers. Das direkte Werfen auf den Kopf mögen die Hechte eher weniger. Wenn der Köder im D-Zugtempo durch das Wohnzimmer des Hechtes saust, ist das auch nicht unbedingt bissfördernd. Also Rute hoch halten und möglichst wenig Schnur im Wasser halten.

    Im Sommer kommt dann irgendwann das Kraut. Das Wasser wird etwas aufgestaut, in der Mitte bildet sich soetwas wie eine Rinne mit noch stärkerer Strömung. Die Krautlücken im Krautband entlang der Ufer sind oft auch nur 1-2m lang. Jetzt muß man also fast auf das Ufer werfen und auch noch die linke oder rechte Kante der Lücke treffen. Dann hat man etwa 2-3 m fängige Strecke, danach kommt kaum noch ein Biss. Verstanden was ich meine? Die Beissfenster oder Lücken sind recht klein. Wenn man nicht genau werfen kann, ist ein Biss nur reiner Zufall. Mit einem präzisen Wurf hast du zwei oder drei Meter Kurbelstrecke, danach wird ein Biss immer unwahrscheinlicher. Das gleiche gilt für das eigene Ufer.

    Als Köder kann man natürlich alles mögliche nehmen. Bei Jigs greife ich gerne zur 16er Delalande Sandra oder 6" Lunker City Salt Shaker. Das ganze ohne Stinger. Die Kopfgewichte liegen bei mir so zwischen 8 und 16 Gramm. Kleiner sollte man die Köder eigentlich nicht wählen, denn es muß sich ja für den Hecht auch lohnen, wenn er seinen energetisch günstigen Platz verlässt.

    Je größer der Köder ist, desto eher lohnt es sich für den Hecht mal einen Sprint hinzulegen. Ich fische sehr gerne die 6" Curly Sue und den kleinen Suzy Sucker von Shack Attack. Sehr gut sind auch Spinnerbaits, denn Hänger gibt es überall. Bei uns z.B. in Form von Fliess am Grund und den Uferkanten, das verhindern soll, das der Fluß sich tiefer in's Bett eingräbt bzw. eingebrachter Kies im Schlamm versinkt. Mit ihnen kann man auch direkt im langblättrigen Gras fischen. Der große Twinler ist auch eine sichere Bank. Der 30er Real Eel hat bei mir am Fluß leider nicht überzeugt.

    Der 6er Ondex flußauf geworfen und flußab gefischt ist ein guter Hechtköder. Allerdings sorgt das geringe Gewicht nicht für große Wurfweiten. In kleinen Lücken sinkt er oft nicht schnell genug ab. Wegen des geringen Gewichtes läßt er sich aber recht langsam mit der Strömung fischen.

    Petri, Dietmar
    Geändert von Dietmar (26.04.2016 um 12:06 Uhr)

  2. #17
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Ruti Island
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    Hallo Dietmar, ich weiß was du meinst, hab meine Spots genau vor Augen und es ist genau so wie du es beschreibst. Hab mir schon öfters gedacht, dass es den Hechten nicht gefällt wenn über denen ein 23er Shad ins Wasser klatscht. Ich hab das bisher immer auch so versucht möglichst nah and Ufer zu werfen, aber natürlich klappt es nicht immer 100%.

    Hab mir eben mal ein paar Beiträge vom Lahnfischer durchgelesen und der scheint ja mit dem 30er Real Eel richtig abzuräumen.
    #whydownsize

  3. #18
    Administrator Board-Inventar Avatar von Hans
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    Das direkte Werfen auf den Kopf mögen die Hechte eher weniger.
    das mag überhaupt kein Fisch. Da pflichte ich dir bei.
    Beim Rapfen ist es sogar besser, man wirft nicht vor ihn, sondern einige Meter dahinter. Das erweckt eher seine Aufmerksamkeit. Bei Hechten ist das sicher ähnlich. Wobei hier eher das vorbeileiern bei mir mehr Erfolg brachte,

    Wenn auf das Leiern nichts beißt, ändere ich meine Köderpräsentation in "pumpen".. also kurzzeitiges schnelles Einholen mit Absinkpausen.
    Hilft oft bei trägen Burschen, die keinen Bock auf Jagen haben. Der Aal ist prädestiniert für diese Führung.
    Der Schlüssel zu beständig guten Fängen liegt nicht in ausgefallenen Techniken, dem biologischen Wissen um einzelne Fischarten, sondern vor allem an der Zeit, die ein Angler am Wasser verbringt... und Erfahrung sammelt

    Guter Spruch: "Let them go, let them grow"

  4. #19
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Camaro
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    Zitat Zitat von Ruti Island Beitrag anzeigen
    Ok, hab mir sowieso vor kurzem ein Paar SG DP Spinner zugelegt und wollte sie mal testen.

    Warum meinst du nicht so große Köder?
    Weil das aufschlagen des Köders auch ne scheuchwirkung hat und der Strömung auch einen großen Angriffspunkt gibt. Und Hechte in der Strömung sind nicht sehr wählerisch besser gesagt sie können es sich nicht leisten. Viel wichtiger ist es den spot perfect zu treffen und das geht find ich mit kleineren ködern einfacher.
    „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“

  5. #20
    VerSteez´t Board-Inventar Avatar von Blackmax
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    Meine Erfahrungen sehen ganz anders aus:
    Wie viele Hechtbisse ich 1-2 Sekunden nach dem Einschlag eines Jerks oder Swimbaits gehabt habe, kann ich nicht zählen O.k., das waren keine Gummis. Fest steht, dass ein Hardbait gegenüber eines Gummis, noch mehr Rabatz beim aufklatschen macht. So unterschiedich kann das von Wasser zu Wasser sein. Das v. g. Szenario trifft hingegen auf andere, von mir beackerte Gewässer eben nicht zu.

    Setze mal Spinnerbaits und Cranks ein. Die machen entgegen Gummis viel Druck und könnten der Schlüssel zum Hecht sein.

    Geld verdirbt nicht den Charakter, es macht ihn sichtbar.



  6. Nippon-Tackle
  7. #21
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger Avatar von Lahnfischer
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    Also die hiesige Lahn ist da doch deutlich größer, durchschnittliche Breite sind 30 - 50 Meter, in den Stauhaltungen vor den Wehren können das auch schon mal bis an die 100 Meter Breite sein.
    Hier wechseln sich durch die vielen Wehre Fließ- und Staustrecken ab, es gibt viel Bewuchs im Wasser wie Seerosen, flutender Hahnenfuß usw.

    Da jetzt ein Patentrezept für deine Fulda aus dem Ärmel zu schütteln, ist nicht so einfach, Dietmar z.B. hat schon einiges auf den Punkt gebracht.

    Auf alle Fälle lieber zu hoch als zu tief fischen, so ein 30er Real Eel mit angepasstem Jighakengewicht ist schon nichts verkehrtes. Passende Jighaken für den RE sind 8/0er VMC Rundkopf, mir reichen hier, wenn die mitgelieferten Jigs zu leicht sind, i.d.R. 10 - 14 Gramm vollkommen aus, oft fische ich die auch nur mit den mitgelieferten 6 Gramm-Jigs. Fängigste Führung ist einfaches langsames Durchleiern, ab und an mal einen kurzen Stop eingestreut.

    Flach laufende Wobbler in 10-15 cm sollten auch klappen, wenn sie denn strömungsstabil laufen.
    Geändert von Lahnfischer (26.04.2016 um 00:06 Uhr)
    Gruß Thomas

    Der Lahnfischer

  8. #22
    politcally incorrect Board-Inventar Avatar von ArminP
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    Darf ich mal fragen auf welchem Lahnstück Du fischst, Thomas? Klingt ja nach ziemlich weit unten (also nicht weit von hier) Und keine Angst - ich fisch nicht an der Lahn
    "Es gibt nur eine legitime Meinung!" Käptn Blaubär alias Rezo"

  9. #23
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger Avatar von Lahnfischer
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    Ich fische rund um Weilburg in der Vereinsstrecke des FSV-Oberlahn. Unsere Vereinsstrecke fängt in Leun an und geht runter bis nach Steeden ans Kalkwerk, also so ca. 42 Stromkilometer...
    Gruß Thomas

    Der Lahnfischer

  10. #24
    politcally incorrect Board-Inventar Avatar von ArminP
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    Ah, ok. Ist also doch noch n Stück die Lahn hoch. Aber schöne Strecke, zumindest nach Google Maps.
    "Es gibt nur eine legitime Meinung!" Käptn Blaubär alias Rezo"

  11. #25
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Ruti Island
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    Guten Morgen!

    Thomas, vielen Dank für deine Einschätzung. Hab mir mal eure Homepage angeschaut, da gibt es doch schon einen großen Unterschied zwischen Fulda und Lahn.

    Den 30cm Real Eel fische ich bisher ziemlich erfolgreich im See, habe ihn deshalb sowieso immer mit 6g, 10g und 15g Köpfen in der Kiste. Allerdings hat sich bei mir ein System mit einem Schraubkopf ohne Jighaken und 2 VMC Drillingen der Größe 1/0 bewährt.

    Danke an alle für die vielen Tipps, jetzt liegt es an mir das umzusetzen. Werde berichten
    Geändert von Ruti Island (26.04.2016 um 09:24 Uhr)
    #whydownsize

  12. #26
    Administrator Board-Inventar Avatar von Hans
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    @Black-Micha... sicherlich hat man Attacken nach den ersten Sekunden des Aufschlages. Aber nicht wenn du den Köder direkt auf seinem Kopf platzierst. Meine Erfahrungen haben mir auch gezeigt, dass kurz nach d3m Aufklatschen des Köders die Attacke passiert. Ein Hecht legt mit Sicherheit in 1-2Sek. 2-3m zurück. Bedeutet, wenn du in sein Umfeld wirfst, wenn möglich nicht in sein Sichtfeld, dann wird er neugierig, schaut sich um und attackiert. Wenn er den Aufprall sieht, erschrickt er und haut ab. Zumindest sind das meine visuellen Beobachtungen direkt in klarem Wasser.
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  13. #27
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger Avatar von Dudie
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    Da hilft wohl nichts anderes außer testen testen testen!

    Viel Erfolg beim ausprobieren!

  14. #28
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Zitat Zitat von Ruti Island Beitrag anzeigen
    Hab mir eben mal ein paar Beiträge vom Lahnfischer durchgelesen und der scheint ja mit dem 30er Real Eel richtig abzuräumen.
    Tja,

    im vorletzten Jahr war ich mit dem Real Eel sehr erfolgreich an holländischen Poldern unterwegs. Im letzten Jahr hat der Real Eel an den Poldern oft versagt, während andere Gesellen wie z.B. der große Twinler Fisch brachten. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Ich glaube auch nicht, das jetzt jeder Holländer mit einem Aal unterwegs ist und die Fische sich daran gewöhnt haben.

    Bei mir im Fluß (zwischen 10-20 m breit) hat der Real Eel schon ein paar Hechte gefangen, auch gerade solche, an denen sich Kollegen ein paar Minuten vorher die Zähne ausgebissen hatten und es dann entnervt aufgegeben haben. Im gesamten Ergebnis hat er aber eher enttäuscht. Woran es liegt? Vielleicht sollte ich mal einen etwas schwereren Kopf fischen als den originalen in 8 gr. oder dem Kopf ein kleines Spinnerbaltt vorschalten?

    Meine Rangliste wäre folgende:

    1. Twinler
    2. Spinnerbait
    3. Salt Shaker 6"
    4. 16er Sandra
    5. Curly Sue 6" oder Suzy Sucker
    6. Real Eel

    Hardbaits tauchen in meiner Liste nicht auf. Warum? Ein schwimmender Wobbler braucht erst ein wenig Strecke um auf Tiefe zu kommen. Dann ist er aber meistens schon raus aus der fängigen Zone. Ein sinkender Wobbler birgt eine große Hängergefahr mit seinen zwei hängenden Drillingen. Nein, einen Zalt habe ich in der Lippe noch nicht probiert. Da macht mir das Flies am Boden zuviel Angst. Das wurde zwar bei der Einbringung mit Erdreich und Steinen abgedeckt, die Hochwasser der letzten Jahre haben es aber an vielen Stellen freigespült.

    Petri, Dietmar
    Geändert von Dietmar (26.04.2016 um 13:32 Uhr)

  15. #29
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger
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    Wie fischst du denn die Sucker Dietmar ? Beim stupiden einholen tut sich da ja nur was am Teller wenn man ordentliches Tempo fährt!

  16. #30
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Zitat Zitat von Daweed Beitrag anzeigen
    Wie fischst du denn die Sucker Dietmar ? Beim stupiden einholen tut sich da ja nur was am Teller wenn man ordentliches Tempo fährt!
    Hi,

    den Sucker fische ich nur im Sommer als High Speed Köder gegen die Strömung oder quer stromauf in unmittelbarer Ufernähe, sprich über flachem Wasser. Die Attacken, wenn sie denn passieren, sind in der Regel brutalst.

    Petri, Dietmar

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