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Thema: Weitwurftackle

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger
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    Weitwurftackle

    Hallo Leute,

    ich habe mich das ganze letzte Jahr mit einem großen (600ha) Baggersee hier in der Nähe beschäftigt, da dieser einen ausgezeichneten Hechtbestand beherbergt und einem unterdurchschnittlichem Angeldruck unterliegt. Das hat folgende Gründe: Der See darf nicht mit dem Boot befischt werden und er ist ein See mit gutem Maränenbestand, d.h. die Hechte verdrücken sich nach der Laichzeit schnell nach draußen.

    Kleiner Nachtrag zur Struktur: Wannenartig, zuerst fällt das Ufer langsam bis auf etwa 4m ab, und nach 40-100m kommt dann die Kante zum tiefen (>15m) Wasser, mit maximalen Tiefen von etwa 30m.

    Ich habe dort vorallem mit der Fliege gefischt und meine Fänge haben sich vorallem auf Mai und Juni konzentriert. Im Sommer war ab und an noch etwas in den Dämmerungsphasen zu holen, im Herbst und Winter haben die Fänge dann weiter abgenommen. Letzlich konnten noch ein paar gute Hechte auf große Entfernung (>70m) beim Deadbaiten erwischt werden. Desweiteren weiß ich von Leuten, die mit Slidern (Salmo) dort sehr erfolgreich fischen. Wenn mit Spinn-Equipment gefischt wurde, kamen oft Bisse kurz hinter der Krautkante, aber ein effektives Fischen war selten möglich, da bei einem 40m Wurf nur die ersten 5 Meter fischbar waren, danach war der Köder immer im Kraut.

    Für die kommende Saison möchte ich daher die Taktik ändern: nach dem Start in die Hechtsaison, die ich wie immer mit der Fliegenrute einweihen möchte, steht Weitwurffischen auf Hecht auf dem Plan.
    Die erste Idee war, mit einer möglichst langen Spinnrute (2,70-3,00m?), dünner geflochtener und gut fliegenden Ködern (Salmo Slider, Spöket, diverse Blinker) zu fischen. Nach Möglichkeit werde ich mir die entsprechende Rute selber aufbauen.

    (1) Wie würdet ihr vorgehen?
    (2) Macht es Sinn, eine Rute mit Länge > 2,70 zu fischen?
    (3) Ist Geflochtene dafür optimal (Anhieb etc auf Distanz), oder doch lieber (low-stretch) Mono (evtl ein Plus an Weite?)
    (4) Statio oder BC? Tippe auf Statio, aber man weiß ja nie..
    (5) Gibt es spezielle Spinnrollen mit großem Spulenkern für diese Anforderungen?
    (6) Was haltet ihr von der Köderwahl? Gibt es evtl sogar einen Weitwurfköder, der nicht soviel Kraut einsammelt? Welche Ködergröße / Gewichtsklasse würdet ihr anstreben, damit ein ermüdungsfreier Werfen möglich ist, aber trotzdem große Weiten erzielt werden und der Köder für Hechte noch tauglich ist?

    Grüße,
    Max
    Geändert von MaxLE (25.01.2016 um 13:20 Uhr) Grund: kleiner Nachtrag zur Struktur

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger Avatar von JohannesF
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    Ich denke du liegst schon ziemlich richtig. Jerkbaits und Blinker wären auch meine erste Wahl.
    Das schöne bei den Jerks ist, dass sie zum einen sehr weit fliegen und dann auch noch recht lange im heißen Bereich animiert werden können.
    Bei dem Kraut würde ich über krautfreie Blinker nachdenken.
    Zum Gewicht: 30 bis 60Gramm sollte denke ich gut passen und mit nur einer Rute zu machen sein.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger
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    Ich würde auch schauen das der 35 Gramm Spöket im Spektrum der Combo liegt, damit kannste werfen bis Jericho und durch das geringe Gewicht auch stundenlang ermüdungsfrei fischen. Jerks unf Blinker gehen natürlich auch sehr gut , wobei der Spöket schon echt unglaublich weit fliegt. Wenn du ihn dann noch mit einem nach oben stehenden Einzelhaken austattest kannst du auch , zumindest ein wenig , dem Kraut entgegen wirken! Bei der Rue würde ich den CTS Meerforellenblank nehmen, hab gerade leider nicht den Namen parat. Bei cmw gibts den aber und sollte gerade für die Distanz super passen. Prinzipiell kannst du auch ne BC nehmen, ist halt Geschmackssache! Ich persönlich finde bei dauerhaftem Einsatz auf solche Distanzen eine Spinning angenehemer da du auch bei widrigsten Wetterlagen ganz gut mit dem Gerät klarkommst, einen Weitenunterschies kann ich mir bei BC zu Spinning nicht vorstellen, wobei die Schnurfassung der limitierende Aspekt sein dürfte! Als Schnur würde ich auf jeden Fall zu PE greifen , da die Distanzen doch schon enorm sind.

    Edith: Also nicht falsch verstehen , werfe auch mit ner BC sehr gut im übelsten Sturm, bei der langen Flugbahn und etwaigem Seitenwind oder Böen aber doch recht stressig wie ich finde.
    Geändert von Daweed (25.01.2016 um 13:42 Uhr)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von MrFloppy
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    Der spöket ist ne Rakete, der abu Toby fliegt ebenfalls bis zum Horizont, ebenso die screaming devils bzw. andere lippless crankbaits.
    Ich würde auch die spinnrute mit stationärrolle favorisieren, Länge um 270-330cm. Dem reargrip nicht zu kurz wählen.
    Ich hab ein ähnliches Gewässer, da zählt auch jeder Meter. Am liebsten ist mir da meine Rocke 942xh mit ner Stella 5k, alternativ hab ich noch ne stradic 5000fi. Dazu eben den Toby in 40g.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger
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    Hi, Abu Mörrum in 28g auch auf die Liste schreiben. Und es gibt auch nen 50g Spöket.

    Grüße JS

  6. Nippon-Tackle
  7. #6
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger
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    Das sind ja alles schonmal interessante Hinweise.

    Zu den genannten Ködern: Bei Abu Mörrum & lipless Cranks kann ich mir schon recht gut vorstellen, dass die Hechte fangen. Abu Toby ebenfalls, aber da mache ich mir schon sorgen wegen der Lauftiefe, dem Kraut und langsamer Führung. Da hilft aber vllt auch ein Einzelhaken. Aber richtig skeptisch bin ich beim Spöket - klar ist die Wurfweite super, aber fängt der auch Hechte? Bisher habe ich tatsächlich am meisten mit dem Salmo Slider oder ähnlichen Jerkbaits geliebäugelt.

    Die Tackletendenz scheint ja wirklich in Richtung lange Rute und high-Performance Statio in großer Größe mit dünner Geflochtener zu gehen, das deckt sich schonmal mit meinen Vorstellungen.

    Danke & Grüße,
    Max

  8. #7
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von MrFloppy
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    Der Toby läuft relativ flach - bei entsprechendem Einzug, ebenso der spöket ;)
    Ansonsten topwater Köder wie den Bonnie.

  9. #8
    Master of Disaster Board-Inventar Avatar von NorbertF
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    Bei solchen Distanzen auf jeden Fall PE, da wirst Du mit mono nicht glücklich.
    And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of someone who wears his underpants on his head. (Terry Pratchett)

  10. #9
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger
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    Hi, habe auf den Spöket schon paar Sprotten gefangen, aber schlechte Bissausbeute, obwohl nen 2/0er Drilling dran montiert.
    Den schweren Toby fische ich teilweise in 2m tiefen Wasser, über nem aus Wasserbausteinen aufgeschütteten Kolkschutz; dann aber schon recht zügig, denn sonst wird`s teuer.

    Grüße JS

  11. #10
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger
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    Ok, das klingt schonmal super. Der Toby ist vorgemerkt, den Spöket teste ich zumindest mal! Und PE ist damit auch fix.

    Was haltet ihr von einem Blick in Richtung Surf-Tackle? Da gibt es interessante Rollen, was Distanzwürfe anbelangt - Stichwort Long-cast Spool.

    Grüße,
    Max

  12. #11
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger
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    Und wie der Hechte fängt !

  13. #12
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Wassermännchen
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    Als guter Hechtköder hat sich ebenfalls der Küstenblinker Gladsax Snaps erwiesen. Einfach durchsacken lassen und ankurbeln....
    Für meinen Dicken,Du wirst immer bei mir sein.

  14. #13
    Benutzer Raubfischjäger
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    Hi,
    eingangs hast du geschrieben, das ihr auch mit Deadbait ganz erfolgreich gewesen seid. Wie wäre es als Alternative einfach mit einer Segelpose zu arbeiten, so kommst du weit raus und suchst gleichzeitig noch einen großen Bereich ab. Die Investition ist auch kleiner ��

    image.jpeg

  15. #14
    Erfahrener Benutzer Raubfischjäger
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    Deadbait kommen bei mir nur ans Band, wenn es mir fürs Waten zu kalt wird! Ich suche eher eine Rute für die Wattrips der nächsten Saison, weil ich bisher mit BC und Fliege nach dem erfolgreichen Frühjahr am Fisch vorbeigeangelt hab.

    Ich habe grad long-range-casting Blanks im Netz entdeckt, à la CTS S7/S8/Vapor Trail (z.B. 11' 1-3oz). Bin mir aber bisher nicht im klaren, ob das so einen großen Unterschied zu ner 2,70 Spinnrute macht..

    Hat sowas schonmal jemand probiert? Sind leider auch nicht so gut verfügbar.. müssten wohl aus NZ importiert werden.

    Grüße,
    Max

  16. #15
    Administrator Board-Inventar Avatar von Lusso
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    Bezgl. erzielbarer Wurfweite ist es von Vorteil die verwendete Rolle und den Starterring der ausgewählten Rute aufeinander abzustimmen. Dort entsteht ein Grossteil der Weite fressenden Reibung. Ich würde wahrscheinlich ausnahmslos auf "suspending" oder "floating" max. auf "slow sinking" Köder zurückgreifen. Nach einem Weitwurf mit der Spinnrute und einem schnell sinkenden Blinker o.ä. ist der Köder im Kraut bevor Du Kontrolle darüber hast. Wenn ne Rolle neu angeschafft werden soll, würde ich nach einer normalen Statio mit etwas höherer Spule suchen, die kann man später weiter sehr gut verwenden.
    ...and if you use this rod, you can feel everything on the bottom of a lake; everything!

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