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Thema: Scheuchwirkung

  1. #1
    Hardbait-Team-Berlin Raubfischspezialist Avatar von baitcast1
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    Scheuchwirkung

    Da ja nicht in den Bilderthreads geschrieben werden soll, nun hier:

    Socratez hat etwas Interessantes zu seinem aktuellen Bild in Hecht 2013 geschrieben.
    Demnach fühlte sich ein Hecht im Schaten seines Belly-Bootes sehr wohl.
    Lustigerweise konnte ich ähnliches an diesem WE beobachten.
    Wir sind mit dem Emotor, sehr ruhig an eine zu befischende Stelle im Flachen gefahren.
    Dort angekomen bildete mein (aufrechtstehender) Kollege einen Schatten nach vorn ins Wasser. Nach einiger Zeit sahen wir dort einen ca 70cm großen Hecht stehen, der sich in keinster Weise stören ließ.
    In dem Moment als sich mein Kollege bewusst zur Seite bewegte (nur der Oberkörper ohne Lautstärke und Trampeln) und die Sonne aufs Wasser fiel,
    schwamm der Hecht sofort weg.
    Ich kann diese Beobachtung also nur bestätigen.
    Geändert von baitcast1 (08.07.2013 um 13:59 Uhr)
    Alphas rules!

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  2. #2
    Internetangler Board-Inventar Avatar von Socratez
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    Ist bei mir auch nicht das erste mal. Wobei ich dem Boot eigendlich eine höhere Scheuchwirkung zuschreibe wie dem Belly. Da lassen sich gründelde Brassen oder Karpfen nicht von stören. Mein Highlight war ein Trupp "Raubernder" Döbel, die um mich herum Mücken eingesammelt haben, ich hätte die fast greifen können.
    komplexer denken du musst....
    Think different...Fish different
    ....

  3. #3
    Angel-Monk und Board-Inventar Avatar von Fopper
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    Wir sind am Wochenende im ca. 1 Meter tiefen Wasser mit den Boot über einen am Grund stehenden 1,00 + Hecht getrieben.
    Wenn man sich nicht hektisch verhält, verscheucht man sie meist auch nicht.
    Das heisst aber nicht, dass sie einen nicht wahrgenommen haben. Die Fälle, in denen die Fische entdeckt wurden und dann auch ihnen präsentierte Köder attackierten, kann man nämlich an einer Hand abzählen.
    Believe half of what you see,
    and none of what you read
    but everything I say

  4. #4
    Oberbayer und Board-Inventar Avatar von Börnie
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    Habe auch schon beim Driften Hechte gefangen, die sich direkt unters Boot gestellt hatten. Beim Bootsangeln glaube ich auch nur an eine Scheuchwirkung der Geräusch. Also das Rudern, der Motor, umfallende Köderboxen u.ä.

    Ein Kumpel hat mir gesagt, dass es ihm beim Fliegenfischen (mit Wathose) immer wieder passiert, dass sich Äschen in seinen Strömungsschatten stellen.

    Die Tage konnte ich im klaren Wasser diverse fette Schleien vom Ufer aus beobachten, die an mir vorbeigezogen sind. Die haben in aller Ruhe gegrundelt und rumgedümpelt. Wenn ich mich aber schnell/hektisch (trotzdem geräuschlos) bewegt habe, sind sie panisch geflüchtet. An den Geräuschen alleine liegt es also auch nicht.
    Gruß,
    Börnie

    "Bei so nem Barsch kannste beide Daumen hochnehmen!"


  5. #5
    Hardbait-Team-Berlin Raubfischspezialist Avatar von baitcast1
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    Gerade bei Hechten habe ich den Eindruck, dass sie es oft so machen wie wir...sprich ne Runde Sonne dann ne Runde Schatten...
    Alphas rules!

    Hardbait Team Berlin

  6. Nippon-Tackle
  7. #6
    Benutzer Raubfischjäger
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    Ich habe eigentlich ähnliche Erfahrungen gemacht wie meine Vorredner, Driften stört die Fische überhaupt nicht.

    Was mich interessieren würde, wie sieht es bei euch beim Ankern aus? Ich fische meistens nur beim Driften. Als aber letzes mal stärkerer Wind aufkam musste ich ankern. Danach kein Biss mehr...Zufall?

    Gewässer ist extrem klar, Durchschnittstiefe rund 5-6 Meter, Sicht teilweise bis zum Boden.
    Wer angelt hat mehr vom Leben!

  8. #7
    Politischer Flüchtling Board-Inventar Avatar von Ingo
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    Mit dem Kajak bin ich letztens einem Karpfen über den Rücken gefahren. Wir haben uns aber beide erschrocken wie Sau. Barsch können auch sehr neugierig sein, kommen öfter mal schauen was das wohl für ein komisches gelbes Ding ist.
    Wir müssen Fett verbrennen, schmeißt den Grill an!

  9. #8
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von mitch
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    Meine bescheidene Erfahrung ist, dass Fische sehr entspannt sind, solange sie den Angler nicht als "Bedrohung" wahrnehmen.
    Dann ist man mehr oder weniger ein Teil der Umgebung und wird auch so behandelt. Ich behaupte einfach mal ganz dreist, dass Fische Angler oder Boote kognitiv nicht als Angler oder Boot identifizieren können (sollte ein Fisch das lesen, entschuldige ich mich hiermit). Der Fisch sieht zwar etwas, kann es jedoch nicht verarbeiten. Wenn dieses "Etwas" nicht hektisch reagiert oder Lärm verursacht, gibt es für den Fisch keinen Grund zur Flucht. Somit ist alles, was keinen Fluchtreflex auslöst, kein Problem für einen Fisch, da ein Fisch den Schluss Angler = Gefahr nicht ziehen kann.
    Ich denke auch, dass Hechte, die man als Angler im Flachen lungern sieht, in den meisten Fällen nicht auf Beute aus sind und daher kaum zu fangen sind. So zumindest wieder meine bescheidene Erfahrung, da ich solche Hechte auch schon erfolglos aus guter Deckung angeworfen habe.
    Geändert von mitch (08.07.2013 um 15:22 Uhr)

  10. #9
    Benutzer Raubfischjäger
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    Wie einige Vorredner schon erwähnt haben, glaube auch ich, dass das Boot kaum Scheuchwirkung auf die Fische hat. Gerade an Gewässern wo viele Segel-/Ruder- und Motorboote unterwegs sind, gewöhnen sich die Fische wohl daran. Die Geräuschkulisse welche vom Boot ausgeht ist meiner Meinung nach wichtiger.

  11. #10
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Massi255
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    Beim Fliegenfischen in einem Bach ist es mir auch schon sehr oft passiert das sich nach einer Gewissen Zeit Bachforellen oder auch Döbel genau hinter meine Beine gestellt haben um den Strömungsschatten zu nutzen. Das schöne manchmal daran ist das wenn man mit Trockenfliege fischt und dann die Fliege rechts oder links an einem vorbei treiben lässt oft sogar ein Biss möglich ist :)
    Gruß Marcel


    stalkingpirate.blogspot.com

  12. #11
    La puissance pure Raubfischspezialist Avatar von petit_pêcheur
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    Zitat Zitat von Fopper Beitrag anzeigen
    Die Fälle, in denen die Fische entdeckt wurden und dann auch ihnen präsentierte Köder attackierten, kann man nämlich an einer Hand abzählen.
    O.K., mag für dich stimmen, als allgemeine Aussage gibts von mir aber ein klares Veto. Dieses Jahr warens bis dato zwei Hechtfänge auf Sicht und zwei Aussteiger, letzte Saison deutlich über 10 s&c&r(spot-catch-release). Vielleicht sind nordbadische Hechte auch einfach nur aussergewöhnlich dämlich - gut so.

    Wie schon geschrieben, Rumgezappel und Krach verscheuchen Hechte ziemlich zuverlässig (-wobei, Badebetrieb stört sie scheinbar wenig). Jig genau auf den Schnabel mögen sie auch nicht.
    "Image, Angeln ist Image und Image ist alles, wenn man nicht Fischen kann."
    Universal Elitekader.

  13. #12
    Forengespenst Board-Inventar Avatar von nasobem
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    Badebetrieb gehört zu Lebensrauminventar der Fische, davon geht keine Bedrohung aus (es sei denn Babyface Kim droht mit der ultimativen Drohung).
    Squamaeus herbosas capito interlucet arenas

    Trinksitten Tiefkühlfritten Tafelquitten Teewurstschnitten Tiefschneeschlitten Tauffürbitten

  14. #13
    Spezialist Board-Inventar Avatar von Hans
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    Kommt darauf an auch wie nahe man den Fischen kommt. Wenn Adlerauge Anton auf 10m einen Hecht ausmachen kann, sehe ich ihn erst, wenn ich über ihn drüber bin

    und dann muss er auch noch nen Meter gehabt haben.. .... könnte dem Rapunzel Konkurrenz machen. Gelbe Binde mit 3 schwarzen Punkten.
    Der Schlüssel zu beständig guten Fängen liegt nicht in ausgefallenen Techniken, dem biologischen Wissen um einzelne Fischarten, sondern vor allem an der Zeit, die ein Angler am Wasser verbringt... und Erfahrung sammelt

    Guter Spruch: "Let them go, let them grow"

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