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Thema: Maximalmaß für Hecht

  1. #31
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Re: Maximalmaß für Hecht


    Fürchte ich auch, dass es wohl keine andere Lösung gibt als die biologische.

  2. #32
    der alte Barschzocker Raubfischfänger Avatar von Klausi
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Natürlich mit den entsprechenden Ausnahmen, denn von den Jahren her bin ich ja auch ein "Alter"
    Was meinst´e, wie zB. mein Bruder geflucht hat, als ich einen Eineinhalbpfünder-Barsch ein Küßchen gegeben und mit den besten Wünschen zur weiteren Vermehrung entlassen habe... manche lernen´s später - andere nie.
    Wo die Natur nicht will, ist die Mühe umsonst - aber der Köder muß ins Wasser, sonst kein Fisch

  3. #33
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Re: Maximalmaß für Hecht


    Ich hab's ja auch erst ziemlich spät gelernt. Aber besser spät als nie.

  4. #34
    politcally incorrect Board-Inventar Avatar von ArminP
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Ich wurde auch nicht als Releaser geboren, aber jeder der schon ein paar Jahre fischen geht, muß doch sehen, daß unsere Bestände den Bach runter gehen.
    "Es gibt nur eine legitime Meinung!" Käptn Blaubär alias Rezo"

  5. #35
    Master of Disaster Board-Inventar Avatar von NorbertF
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Manche sehen nur was sie sehen wollen. Selbstbetrug inklusive. Gibt ja genug Sündenböcke auf die man alles schieben kann. Kormorane, Waller, Russen...nur die eigene Nase die bleibt sauber.
    And all those exclamation marks, you notice? Five? A sure sign of someone who wears his underpants on his head. (Terry Pratchett)

  6. Nippon-Tackle
  7. #36
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Re: Maximalmaß für Hecht


    Ich glaube, ganz tief vergraben innen drin wissen sie es. Aber die Macht der Gewohnheit ist halt zu stark. Und natürlich die Idee: Für mich selbst wird's schon noch reichen irgendwie. Bis es eines Tages nicht mehr reicht, und dann kommen die Scheinerklärungen.

  8. #37
    RusseNr7
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Zitat Zitat von NorbertF
    Manche sehen nur was sie sehen wollen. Selbstbetrug inklusive. Gibt ja genug Sündenböcke auf die man alles schieben kann. Kormorane, Waller, Russen ...nur die eigene Nase die bleibt sauber.
    genau, ich bin 'n janz schlimmer

    ps Sorry für OT, muss aber an der Stelle sagen, ich find es super, dass ein gewisser H. wieder fit ist und immer wieder sehr gute Themen ans Licht bringt! Mach bitte weiter so. Ich selbst schreibe sehr wenig, lese aber im Forum unheimlich gerne!

  9. #38
    der alte Barschzocker Raubfischfänger Avatar von Klausi
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Scheinerklärungen ist gut. Ich kenne noch die alten Zeiten, wo es hieß: Der Aal hat eh kein Maß - was bedeutete, daß alle Schnürsenkel im Rauch landen. Die wurden dann -gerade in der DDR - für Westgeld, Twister oder sonstige Gegenleistungen verscherbelt. Einer hat sich sogar im Schuppen ein 1000-l-Becken fliesen lassen, um sie fangfrisch zu hältern...
    Andere heulen heute, was das noch für Zeiten waren, wo "man" noch 500 Zander pro Jahr gezogen (und im "Gastmahl des Meeres" verscheuert) hat. Genau die stehen heute bis Mittenacht am Wasser, obwohl bei uns Nachtangeln im Produktionsgewässer verboten ist, um wenigstens noch ein paar abzukriegen. Und in der Dunkelheit hat dann der Zander oft genug auch kein Maß mehr...
    Heiner, der Mensch ist so. Wir werden immer die Minderheit bleiben. Lies mal das Alte Testament aufmerksam durch und Du wirst erkennen: In den letzten 4000 Jahren hat sich der Mensch nicht geändert.
    Ich hör jetzt lieber mit anderen Beispielen auf, da es zum einen den Rahmen sprengt und ad secundum ich gar nicht so viel fressen kann, wie ich manchmal kotzen möchte...
    Wo die Natur nicht will, ist die Mühe umsonst - aber der Köder muß ins Wasser, sonst kein Fisch

  10. #39
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Re: Maximalmaß für Hecht


    Tja, mein lieber Klaus, da ist leider viel Wahres dran. Ich erinnere sehr gut, was man noch vor 20 Jahren an Zander fangen konnte in der Hamburger Elbe. Kein Vergleich zu heute.Und kein Wunder, dass in den einschlägigen Fachmagazinen heute reihenweise Artikel von fernen "Anglerparadiesen" mit wunderbaren Beständen zu finden sind, sozusagen als virtuelles Ersatzleckerli für zusehends mickeriger werdende, eigene Erfolge.

    Wobei man mit einigem Recht davon ausgehen darf, dass besagte wunderbare Bestände vielleicht schon in wenigen Jahrzehnten nicht mehr gar so wunderbar sein könnten, wenn sie von Horden von Angeltouristen erst ausgiebig beharkt worden sein werden.Jeder publizierte Hinweis auf noch intakte Gewässer ist, so gesehen, eigentlich schon die kommende Katastrophe für eben diese Gewässer.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Albert Drachkovic keine Lust mehr habe seit geraumer Weile, in Frankreich noch auf Zander zu fischen, weil die Fänge so miserabel geworden seien aufgrund massenhafter Entnahme. Mag gut sein, denke ich manchmal, er bedauert heute ein bisschen, dass er selbst es war mit seinem System, der das Zanderfischen erst richtig populär machte vor einigen Jahrzehnten. Das hatte er sich damals sicher nicht so vorgestellt.

    Und eigentlich ja gar kein Wunder, dass Forellenpuffs und dergleichen synthetische "Anglerparadiese" mit eingebauter Fanggarantie auf einen gemästeten Meter-Stöhr aus einem 2ha-Tümpel zusehends an Boden gewinnen.
    Ein Alptraum! Im Grunde der auf seine perverseste (und logische) Spitze getriebene Besatzmaßnahmen-Gedanke. Das ist dann in etwa so wie das, was ein Leserbrief im BLINKER trefflich umschrieb: Wie wenn man ein Reh in einen Käfig sperrt, darauf schießt und das dann Jagd nennt. Historischer Vorläufer solch dekadenter Abartigkeiten: Die adeligen Treibjagden von anno dunnemals.

    Soll das etwa die Zukunft des Angelns werden? Kann man das wollen? Wäre es da nicht angesagter, sich freiwillig zu beschränken und obendrein der ganzen egomanen "Rekordfang"-Idiotie adieu zu sagen? Eigentlich müsste es doch jedem einleuchten, dass in dem Maße, in dem sich Angeln zu einem Massensport entwickelt hat, man nicht mehr so weiter machen kann, als wäre alles noch so wie vor 50 Jahren, denn die natürlichen Ressourcen lassen sich nun einmal nicht unbeschränkt vermehren.

    Eigentlich - aber die Realität schaut leider ganz anders aus. Und wie eigentlich kommt einer dazu, in einem bereits völlig kaputten Gewässer auch noch den letzten mickerigen Glücksfang abzuschlagen? Das ist, mit Verlaub, doch völlig irre, wenn man es nüchtern betrachtet. Weil sonst der Nächste ihn ja abschlagen könnte vielleicht? Oder weil - man gönnt sich ja sonst nichts und der Verein wird doch bestimmt nachkippen an Besatz, wofür zahle ich schließlich Beitrag, nicht wahr? - die drei, vier Hechtlein, die man noch fängt pro Saison, zur Strafe für den ganzen Frust unbedingt filetiert gehören?

    Aber ich vergaß mal wieder: Die Gesetzeslage! Die Russen!! Die Kormorane!!! Einfach Russen raus und Kormorane auch, dann sollen die mal sehen, die Querulanten! Immer nur Unfrieden stiften, wo doch alles so schön harmonisch sein könnte! Anstatt jetzt mal alle zusammen an einem Strang zu ziehen! Weil: Was früher gut war, kann ja heute nicht schlecht sein, oder?!

    Na, dann ist ja wieder alles prima in Butter, wenn's so ist.

  11. #40
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Dorschjaeger
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    zumal ja jeder weis, dass Hechte eh nicht so toll schmecken, wie Barsch und Zander
    tight lines!!! C&R mit Sinn &Verstand!!!

  12. #41
    Mojo
    Gast

    Re: Maximalmaß für Hecht

    Diese Diskussion bestätigt mich mal wieder darin, nur in diesem Forum dabei zu sein.

    Die Wahrheit – so wie ich sie aus dem Thread herauslese – liegt mal wieder in der Mitte.

    "C&R for Life!" oder alles was zappelt abschlagen (mit eventueller Beachtung eines Mindestmaßes) kann nicht jedermanns Sache sein. Da sollte doch jeder mit etwas gesundem Menschenverstand und einem gewissen Respekt vor dem Tier eine Praxis für sich finden können, die auch für den Bestand nachhaltig sein kann.

    Ich komme gerade vom Edersee (kein Angelurlaub, aber doch etwas Zeit am Wasser).
    Da sind mir zwei Vorfälle untergekommen, die hier sehr schön hineinpassen.

    • 1. Morgens, die Barsche rauben wie irre und stürzen sich massenhaft auf meinen Popper. Die Viecher sind alle aus dem gleichen handlangen Keksaustecher. Also höre ich an dem Spot auf, weil ich keine Lust habe die Zwerge zu verangeln. Der begeisterte Jugendliche (Streetfishing Rute und Illex Arsenal) neben mir versteht die welt nicht mehr. "Die sind doch noch voll am Beißen!"
    • 2. Der Abend des selben Tages, nach reichlich probieren Fange ich einen respektablen 30er. Normalerweise wäre der im Küchenfenster. Ich habe aber schon gegessen und gehe davon aus morgen hier vielleicht das Mittagessen zu bestücken. Also geht der ohne Foto direkt zurück. Der Endsechziger No-Name-Spinner-an-der-Telerute-Angler(Schneider) neben mir Springt mir fast an die Kehle.

    Hoffentlich habe ich mal Zeit da vom Boot ohne Nachbarn zu angeln. Jedenfalls schließe ich daraus, das es sich auch um eine Generationenfrage handelt.

    Hoffentlich sind die Gewässer nicht leer, bis die Alles-Entnehmer zu alt sind zum Angeln.

    Ach ja, das Thema war ja Maximalmaß für Hecht.
    Ich halte das tatsächlich so, auch mit genau den Maßen, die Heiner vorschlägt.
    Allerdings entnehme ich Hechte aus trüben Gewässern garnicht, weil ich mir einbilde, dass die nicht schmecken.

    Wenn man diese Praxis für Nachahmenswert hält hilft vielleicht ein ähnlich cooles aber vor allem englisches Label:
    selective harvest.

  13. #42
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Dorschjaeger
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    ich denke nicht, dass es nur eine Generationsfrage ist. Es gibt sicherlich auch junge und ältere C & R Anhänger. Ich denke es ist mehr die Einstellung und nicht das Alter, welches uns bewegt, unsere Kumpel die Fische auch immer öfter mal zurückzusetzen, wenn wir sie nicht verwerten müssen oder wollen
    tight lines!!! C&R mit Sinn &Verstand!!!

  14. #43
    der alte Barschzocker Raubfischfänger Avatar von Klausi
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Ick weeß nich, ick weeß nich.... aber einem Kumpel würde ich nie vorsätzlich mit spitzen Haken nachstellen wollen. Ich verstehe, ja, wie Du es meinst, aber das ist eine etwas falsche Ausdrucksweise. Auch wenn wir darauf achten, daß wir noch lange Freude mit ihnen haben, kann das, was mit ihnen gemacht wird, -von mir jedenfalls - keinesfalls als kumpelhaft verstanden werden....
    Oder anders ausgedrückt: Wenn es Deine Kumpels sind, verkauf Dein Angelzeug und verkloppe alle Angler!
    (Und bitte nicht das Herauslesen der Ironie vergessen, ich möchte am Leben bleiben)
    Wo die Natur nicht will, ist die Mühe umsonst - aber der Köder muß ins Wasser, sonst kein Fisch

  15. #44
    Erfahrener Benutzer Raubfischfänger Avatar von Dorschjaeger
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    Re: Maximalmaß für Hecht

    Zitat Zitat von kgbbg
    Ick weeß nich, ick weeß nich.... aber einem Kumpel würde ich nie vorsätzlich mit spitzen Haken nachstellen wollen. Ich verstehe, ja, wie Du es meinst, aber das ist eine etwas falsche Ausdrucksweise. Auch wenn wir darauf achten, daß wir noch lange Freude mit ihnen haben, kann das, was mit ihnen gemacht wird, -von mir jedenfalls - keinesfalls als kumpelhaft verstanden werden....
    Oder anders ausgedrückt: Wenn es Deine Kumpels sind, verkauf Dein Angelzeug und verkloppe alle Angler!
    (Und bitte nicht das Herauslesen der Ironie vergessen, ich möchte am Leben bleiben)
    na der Kumpel ist doch auch mit Ironie geschrieben. Na manchen Kumpel kann man aber auch getrotzt vor dem Kopf hauen, Fischen halt nur im Notfall zur Erlösung bei schwerwiegenden Verletzungen oder wenn er halt wirklich in der Pfanne landen soll.

    tight lines!!! C&R mit Sinn &Verstand!!!

  16. #45
    Erfahrener Benutzer Board-Inventar
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    Re: Maximalmaß für Hecht


    Gestern habe ich wieder eine Geschichte der dritten Art gehört von einem Vereinskollegen, den ich an einem kleinen Vereinssee traf (der gehört zu denen, die nicht alles abschlagen, einer von der angenehmen Sorte).

    Gleich neben dem Vereinssee gibt's einen weiteren, größeren See, der von einem anderen Verein gepachtet ist. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, auch da einzutreten (Jahresbeitrag nur 35,- Eu), weil das ja immer ganz günstig ist, wenn man zwei Gewässer nebeneinander hat.

    Der Typ ist Mitglied in diesem Verein und erzählte mir folgende Geschichte dazu: Hauptsächlich besteht der Verein aus Rentnern, die den ganzen Tag am Wasser hocken. Vor Jahren hatte der See noch hervorragende Zanderbestände. Aber: Die Herren "Kollegen" schlagen buchstäblich jeden Zander ab, der ihnen an den Haken kommt, auch kaum oder noch gar nicht maßige.

    Seit zwei Jahren gehen die Fänge immer mehr zurück, dieses Jahr wurde nur noch wenig an Zander rausgeholt. Und alle rätseln, woran es wohl liegen könnte. Mein Vereinskollege darauf zum Vorsitzenden: "Wenn ihr alles abschlagt, ist das auch kein Wunder. Warum setzt ihr nicht mal was zurück?"

    Große Entrüstung des Vorsitzenden: Damit habe das doch nichts zu tun! Derselbe Vorsitzende hatte aber meinem Vereinskollegen kurz zuvor erzählt, er hätte vor ein paar Jahren noch soviel Zander gefangen und eingefroren, dass er am Ende "leider" einiges habe wegwerfen müssen an Zanderfilets, weil das Verfallsdatum überschritten gewesen sei.

    So brunzdämlich geht's zu in nicht wenigen Anglerhirnen. Offen gesagt: Mit solchen Gestalten fühle ich mich nicht im geringsten solidarisch. Da möchte ich nur noch eines sehen: Dass die endlich verschwinden von unseren Gewässern.


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