• Eis- und Fangzeit in Holland

    An Weihnachten planten mein Sohn Johannes und ich eine gemeinsame Angeltour auf Hechte, weil er noch nicht „so viele“ gefangen hat, wie er meint.
    Grundsätzlich ist mein Sohn ein fleißiger Angler und hatte auch schon häufiger sein "Petri Heil".
    Ich konnte dem Gedanken, mit meinem Filius ein Angelwochenende zu verbringen sehr, sehr viel abgewinnen. Zu Fuß wollten wir angeln, klassisch vom Ufer aus. Da kam mir in den Sinn, dass ich vor vielen Jahren einmal mit Jan Eggers dem „Hechtpapst“ in den holländischen Poldern mit sehr gutem Erfolg auf Hechte angelte. Das schwebte mir nun wieder vor.

    So einfach wie das mit den Poldern auch scheinen mag, so einfach ist es dann doch nicht. Je nach Wassereintrag in die Gräben (Polder sind aktive Entwässerungsgräben), laufen die Pumpwerke an und die Polder haben Strömung oder sind eingetrübt, oder das Wasser fällt recht stark. Dies alles erfahren nur die einheimischen Angler und ich wollte nicht das Risiko eingehen, mit den vorgenannten Faktoren konfrontiert zu werden und dann keine Alternativen zu haben. Für uns stranden zwei Gebiete zur Auswahl.
    Zum einen Nordostholland oder zum anderen die Region rund um Utrecht.
    Schlussendlich entschieden wir uns, auch wegen der geringeren Fahrzeit, für die Region Utrecht.

    Schlussendlich entschieden wir uns, auch wegen der geringeren Fahrzeit, für die Region Utrecht.
    Wir leisteten uns einen Guide, um die vorgenannten Probleme gar nicht erst erleben zu müssen. Den Guide kontaktierten wir über die folgende Website
    https://www.fishinginholland.nl/deutsch/
    Kurz nach unserer Anfrage meldete sich ein Guide per Mail bei uns. Mit Steef, so der Name des Angelführers, wurden wir sehr schnell einig was auch den guten Deutschkenntnissen von ihm geschuldet war. Außerdem, wer mich ein wenig kennt weiß das ich dem STEEF(Z) viel abgewinnen kann. Geschrieben, gesprochen, gebucht!! So ging das. Nun hieß es warten bis zum Termin. Leider, leider rief Steef kurz vor dem geplanten Termin an und berichtete, dass die Polder aufgrund der Eiseskälte zugefroren seien und kein angeln möglich wäre. Ein wenig traurig, aber dann doch voller Tatendrang verschoben wir den Trip auf den 9.Februar.

    An diesem besagten Februartag erlöste mich der Wecker von angespannten Warten auf die geplante Angeltour. Auch mein junger Mitstreiter kam erstaunlich gut aus den Federn und wir bestiegen nach einem kurzen Frühstück das am Vorabend geladene Auto. Pünktlich, zur ausgemachten Uhrzeit erreichten wir den vereinbarten Treffpunkt. Steef erwartete uns bereits und nach kurzem Zuwinken fuhren wir zu unserer Homebase. Unser Guide begutachtete das mitgebrachte Tackle und suchte erfolgversprechende Köder aus. Wir beiden hatten leichte Taschen mitgebracht und der Plan war, diese nach Maßgabe des Guides in Holland aus dem Bestand aufzufüllen. Somit hatten wir unsere Taschen flott gepackt und folgten der Polderanglerweissheit „ein Schritt – ein Wurf“ .

    Polderangeln ist Strecke machen, wie der Guide zu erzählen wusste.







    Einzig der Wind, welcher sich langsam zum Sturm mauserte brachte uns Widerstand entgegen



    Gleich am ersten Polder entschneiderten wir bei uns mit je einem ca. 65er Hecht.




    Nach erfolgter Arbeit (Angeln), lud uns unser Guide zu einem Mittagessen „aus dem Kofferraum“ ein. Es gab eine warme Suppe mit Schinkenbrötchen und Schokolade zum Nachtisch. Diese Mahlzeit war im Preis inbegriffen und ne Dose Bier und Cola auch. Steef ist ein äußerst netter Guide und versteht sein Handwerk und den Umgang mit angehenden Teenagern sehr gut!

    Der Wind wurde allerdings dann so heftig, dass wir beschlossen, den Angeltag gegen 16.00 Uhr zu beenden und uns ins Hotel zu begeben. An unserer Home Base angekommen sortierten wir unser Tackle, verstauten die Ruten und zogen die Reisetaschen nach vorne, um im Hotel flott an unser Gepäck zu kommen. Wir planten gegen acht zu frühstücken und danach noch etwas auf eigene Faust zu angeln. Gesagt getan, eingecheckt, Zimmer bezogen und ins Restaurant.



    Wir gönnten uns ein kleines Steak, weil wir so fleißig geangelt hatten……

    Am nächsten Tag verwirklichten wir unsere Plan und fingen zum Abschied jeder noch einen Hecht. Wie immer lässt einen die Freundlichkeit der Holländer uns Anglern gegenüber staunen.

    Uns hat es gefallen und wir kommen sicherlich bald wieder.


    Euer Bernd
    Kommentare 8 Kommentare
    1. Avatar von Bob
      Bob -
      Top
      Bestimmt ein toller Tag.
      Ralf
    1. Avatar von Barsch06
      Barsch06 -
      Schön geschrieben, da hätte ich auch mal Bock drauf.
    1. Avatar von sepp
      sepp -
      dickes Petri!
    1. Avatar von Blackmax
      Blackmax -
      Schöner lebendiger Bericht Bernd. Ich fand´s auch immer toll mit meinen Jungs zu angeln. Die haben aber z.Z. nur Röcke und Knöppe im Kopf; wird auch wieder anders...
    1. Avatar von maikh
      maikh -
      Schöner Bericht. Dem Poldern wollte ich mich auch mal widmen, aber die Zeit lässt es zzt einfach nicht zu. ;(
    1. Avatar von Steppo
      Steppo -
      Super Bericht Bernd und dickes Petri!
    1. Avatar von ChrisB
      ChrisB -
      Schöner Ausflug und mit Steef kann man wirklich gut auskommen.
    1. Avatar von simsalabim
      simsalabim -
      Danke fürs Einstellen Bernd, sehr schöner Bericht.