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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zanderpflege in bayerischen Gewässern



Dudie
19.04.2016, 13:34
Da in unserem Nachbarsverein der Zanderbestand stark zurückgegangen ist, wird seit Ende 2011 dagegen etwas unternommen.

Es werden Laichbürsten aus dem Koikarpfenbereich "versenkt", die von den Zandern fröhlich angenommen werden.
Dazu gibt es auch ein Video von 2012: https://www.youtube.com/watch?v=Lnzat7Lciiw

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 3x3m² Laichbürsten angebracht.

Im Jahre 2016 angekommen, gibt es bisher 34 dieser 3x3m² Laichbürstenvorrichtungen.

Nun der erfreuliche Teil:

Gestern Nachmittag wurden insgesamt schon 71 Nester (inkl. der zugehörigen Männer) auf den Kameras aufgezeichnet.
Die Gebiete sind großräumig für Angler und Sportboote gesperrt und stehen 24/7 unter Beobachtung verschiedenster Vereinsmitglieder. Zudem sind die Anlagen inzwischen 1 - 1,5 m über den Grund angesiedelt, um Grundeln das Leben schwer zu machen.

Solche Aktionen werden von mir mehr als begrüßt und auch über Jahre (durch Firmensponsoring) von uns unterstützt.
Ich bin froh, dass es inzwischen Vereine gibt, die über das alljährliche "Weihnachtsbaumversenken" hinweg sehen und die Sache professionell selbst in die Hand nehmen!

97607

NorbertF
19.04.2016, 13:49
Ein super Sache, absolut begrüßenswert und nachahmenswert.
Wird ergänzend dazu auch ein vernünftiges Entnahmefenster festgelegt? Dann könnte das auch tatsächlich was bringen. Ansonsten sind die vermutlich so schnell abgefischt dass der Effekt total verpufft.

tomsen
19.04.2016, 14:03
Starke Aktion. Kann hinsichtlich des Entnahmefensters nur zustimmen. Schade, dass diese Möglichkeit in D so selten genutzt wird.

Dudie
19.04.2016, 14:54
Entnahmefenster wurde natürlich auch angepasst. Die nächsten 3 Jahr dürfen nur noch Zander zwischen 60-70cm entnommen werden. Eigentlich sollte der Zander ganzjährig gesperrt werden, nur leider hat da der Freistaat nicht mitgespielt bzw. pfuscht da dem Verein in seine internen Angelegenheiten.
Hat auch lange gedauert, bis das "Höchstmaß" durchgeboxt wurde.

Ingo
19.04.2016, 14:59
Respekt, da wünscht man sich möglichst viele Nachahmer

NorbertF
19.04.2016, 15:02
Saubere Sache, das sollte so Schule machen.

Fr33
19.04.2016, 15:10
Hut ab.
Mich wundert wie ihr das Entnahmefenster gerade in Bayern durch bekommen habt. Denn laut dem dortigen Fischereigesetzt soll doch alles was Maß hat entnommen werden (http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAVFiG-32) - ist doch heiss diskutiert worden in diverseren Ecken.....

NorbertF
19.04.2016, 15:42
Hut ab.
Mich wundert wie ihr das Entnahmefenster gerade in Bayern durch bekommen habt. Denn laut dem dortigen Fischereigesetzt soll doch alles was Maß hat entnommen werden (http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAVFiG-32) - ist doch heiss diskutiert worden in diverseren Ecken.....

Passt, denn der hat ja dann nicht das geforderte Maß wenn er größer als 70cm ist.

angelpfeife
19.04.2016, 15:52
Viel mehr wundert mich eigentlich, dass da die Pottis im Verein mitgespielt haben...

Scheint aber eine wirklich gute Sache zu sein. Man kann nur hoffen, dass sich sowas in Zukunft auch in anderen Vereinen durchsetzt.

Dudie
19.04.2016, 15:59
Dabei handelt es sich um einen relativ kleinen Verein mit verhältnismäßig viel Strecke.
Dort gibt es unter 500 Mitglieder, verteilt auch 22km Fluss, diverse Altarme und 3 Seen! :-)
Man muss dabei aber seinen Hut zuerst vor dem Vorstand ziehen, der die Sache mit Herzblut durchgezogen hat.
Andere Vereine weißen zwar den Erfolg dieser Aktion aus, würden sowas aber nie in Betracht ziehen, da ein großer Teil unserer Vereine nach wie vor auf einem großen Schuldenberg hockt und seine Löcher anderweitig stopft. :misstrau:

Da werden dann lieber jedes Jahr zwischen 100 und 150 Kilo fangfähige Forellen besetzt, um die Nichtskönner im Verein auch bei Laune zu halten.
So ist das aber leider bei 90% der Vereine! :wallbash:

Fr33
19.04.2016, 16:23
Passt, denn der hat ja dann nicht das geforderte Maß wenn er größer als 70cm ist.

Hallo Norbert,

ja das hast du Recht - aber gerade in Bayern wundert mich das sehr - da die dort per Verordnung bereits das Zurücksetzen maßiger/ nicht geschonter Arten per see fordern (hat was wegen der ganzen C&R ... Trophy Angellei usw zu tun). Im selben Zuge aber ein Küchenfenster zulassen - was ja genau den C&Rlern und Trophy Anglern wieder neue Wege bietet.

Nicht falsch verstehen, ich bin für solche Maßnahmen! Aber selbst unser Verein und auch Nachbarvereine sind mit solchen Dingen gescheitert - da die obere Fischereibehörde keinen Handlungszwang in dem ganzen sah.

Daher wundert es mich positiv, dass gerade die Bayern da anscheinend mitspielen....

NorbertF
19.04.2016, 16:39
Hängt halt, wie so vieles, immer an den handelnden Personen.
Im Endeffekt wird sich ohnehin langfristig die Vernunft durchsetzen müssen, manche brauchen halt länger und müssen mit ihren seltsamen Vorstellungen zuerst scheitern.
Grad in Bayern wundert es mich wenig, dort herrscht zumeist eine recht gesunde Einstellung vor. Mich wundert wie sich das alles ins Negative geändert hat, noch vor 30 Jahren wurde bei der / für die Fischerprüfung gelehrt dass man Fische die man nicht verwerten will zurücksetzen soll.
Irgendjemand hat seitdem eine Menge Gehirn abgesaugt. Scheint langsam aber wieder nachzuwachsen, jetzt wo man die "Früchte" dieser Totschlagverordnungen erntet: leere Gewässer.

sepp
19.04.2016, 18:06
Sehr geile Aktion - muß ich gleich an meine Vorstände und Gewässerwärter weiterleiten :thumgs:

Dudie
25.04.2016, 16:01
Sooo gibt wieder Updates zum Vorhaben! :-)

Inzwischen sind nur noch 49 Nester bewacht. Die anderen sind schon durch. Laichwache dauert ja in der Regel zwischen 5 und 10 Tagen.

Das Einzige was es zu beanstanden gibt ist, dass ein einziger Zander bei der Wache verendet ist. Das kann natürlich mehrere Gründe haben, aber über einen Zander kann man hinwegsehen.
Mitte Mai werden die Videos in yt hochgeladen, derzeit haben nur sehr wenige Zugriff auf die Livecam, die geschaltet wurde.
Jedoch sieht man derzeit so gut wie nichts wegen der Wassertrübung! :lachtot:

Ich halte euch auf dem Laufenden! :-)

Rene G.
25.04.2016, 16:35
Sehr geile Aktion. Bitte auf dem laufenden halten. Wäre vlt auch etwas für unser Gewässer.
Mit freundlichen Grüßen Rene

ubik
25.04.2016, 16:59
Wirklich interessant. Weil die ja sicher lange verwendet werden können. Kommen die dann nach dem Zanderlaichgeschäft wieder raus? Gibts da eine Bauanleitung dazu?.

Dudie
25.04.2016, 17:37
Jo! Die kommen im Juli wieder raus und jedes Jahr im Januar, spätestens Anfang Februar wieder rein! :-)
Bauanleitung gibts da keine.

Da werden die Laichbürsten auf einem engmaschigen Gitter 3x3m (ähnlich Hasengitter) angebracht und anschließend an den Ecken mit "Schwimmnudelschaum" zum auftreiben gebracht. Das Ganze wird dann an allen vier Ecken mit Leisten aufgestellt, welche mit 10 Kilo pro Ecke beschwert werden, um das ganze stabil am Grund zu halten.

Tipp für alle Nachbauer: Die Vorrichtungen, die in der Mitte ein wenig (nach unten!!!) gewölbt sind, werden eher angenommen als die "Geraden"!

Dudie
25.04.2016, 17:39
Solche Laichbürsten werden verwendet: http://www.ebay.de/itm/like/201311871107?lpid=106&chn=ps&ul_noapp=true (http://rover.ebay.com/rover/1/707-53477-19255-0/1?campid=5337061708&customid=5574991317&toolid=10001&mpre=http%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fitm%2Flike%2F20131 1871107%3Flpid%3D106&chn%3Dps&ul_noapp%3Dtrue)

Fritze
25.04.2016, 21:57
Und was bitte ist der Vorteil gegenüber ner frisch geschlagenen Kiefer, die Ende Februar ausgebracht wird und in der Forst gratis anfällt? ... abgesehen davon, dass Kiefernnadeln nicht so schnell verdrecken wir diese feinen Bürsten.

Abgänge gibt es beim Zanderlaichgeschäft immer, manche Fische halten die Anstrengungen halt nicht aus.

Dudie
26.04.2016, 12:54
Man wird sich schon etwas dabei gedacht haben.
Abgesehen davon wurde keine "Unsumme" an Geld investiert.
Andere im Verein hätte natürlich wohl 500-1000 fangfähige Forellen besser gefunden, jedoch zähle ich mich zu der Fraktion, die auch ohne Forellen ihre Fische fängt.
Jeder wie er will. :wink:
Habe dem zuständigen Gewässerwart bzw. Vorstand den Link zu diesem Thread hier geschickt. Vielleicht meldet er sich ja auch zu Wort! :-)

Rene G.
26.04.2016, 13:15
Darf ich mal fragen wie groß das Gewässer ist?
Habt ihr Informationen wie ihr die Anzahl der Nesthilfen in Bezug zur Fläsche veranschlagt.?
Ist es denn auch dunkel genug? War da nicht etwas mit einer bestimmten Lumen zahl die nicht überschritten werden darf für den Laich?

Dudie
26.04.2016, 16:16
Es dreht sich hierbei um 22km Strecke zzgl. ein Paar Altarmen! :-)
In Bezug zur Fläche? Die Laichhilfen stehen alle recht nah beisammen. Verteilt auf ca. 4 Hektar Wasserfläche.
Die Zander haben in diesem Gebiet schon seit Ewigkeiten verstärkt gelaicht.
Nun wirds eben noch ein wenig "optimiert"! :-)

Rene G.
26.04.2016, 19:50
Ah okay, bei uns ist es ein Baggersee mit einem Ein und Aulauf von ca 130Ha glaube ich.
Das müsste schon eine ganze Menge zusammengebaut werden.

Danke für die Infos.

Dudie
27.04.2016, 10:45
Ja gut, dazu müsste man erstmal wissen, wo genau die meisten Zander laichen, um Ihnen unter die Arme zu greifen!

UPDATE:
Nun sind nur noch 3 Nester bewacht, der Rest ist schon durch.
Jedoch ist sehr auffällig, dass viele Zander in regelmäßigen Abständen (1-2 mal pro Tag) zum Laichnest zurückkehren. Könnt ihr euch das erklären?

Achja... Eine Mama war auch kurz da. Geschätzt über nen Meter! Mal schauen, ob wie die Videosequenzen der Schönheit bekommen! :-)

bkleindienst
22.11.2016, 15:28
Hallo Dudie,

wirklich Klasse was ihr in eurem Verein durchgezogen habt. Wir kämpfen schon seit einigen Jahren für ein Fangfenster in unseren Gewässern und zwar angepasst auf das jeweilige Gewässer (wir haben etliche stehende und auch fliessende Gewässer im Verein). Leider argumentiert unsere Vorstandschaft immer wieder mit der Gesetzeslage (zur Info der Verein liegt in BW und im Freiburger Raum). Gerne trage ich dein Praxisbeispiel in unseren Verein.
Gibt es neue Infos und Beobachtungen zu den Zandern? Es ist ja jetzt schon einige Zeit vergangen.

NorbertF
22.11.2016, 17:58
Leider argumentiert unsere Vorstandschaft immer wieder mit der Gesetzeslage (zur Info der Verein liegt in BW und im Freiburger Raum). Gerne trage ich dein Praxisbeispiel in unseren Verein.


Ich weiss welchen Du meinst (nein, ich fische dort nicht). Die Gesetzeslage ist nicht das Problem, sondern die Einstellung des Vorstands. Nach dem Gesetz ist ein Fangfenster völlig in Ordnung und das weiss der auch selbst.
Lehn Dich nicht zu weit (oder gar nicht) aus dem Fenster, sonst kegeln sie Dich raus, wärst nicht der erste.

killwell
22.11.2016, 19:52
Also. Ja schon bisken längers her... aber ich habe mal von einem Kumpel sein Freund gehört, dass Zander so... also Brutpflege und so... der Milchner. Capice?

...und die Mama Meter... die wollte glaub ich bisken später laichen als die anderen.


Ja gut, dazu müsste man erstmal wissen, wo genau die meisten Zander laichen, um Ihnen unter die Arme zu greifen!

UPDATE:
Nun sind nur noch 3 Nester bewacht, der Rest ist schon durch.
Jedoch ist sehr auffällig, dass viele Zander in regelmäßigen Abständen (1-2 mal pro Tag) zum Laichnest zurückkehren. Könnt ihr euch das erklären?

Achja... Eine Mama war auch kurz da. Geschätzt über nen Meter! Mal schauen, ob wie die Videosequenzen der Schönheit bekommen! :-)

Börnie
08.11.2017, 11:30
Ja gut, dazu müsste man erstmal wissen, wo genau die meisten Zander laichen, um Ihnen unter die Arme zu greifen!

UPDATE:
Nun sind nur noch 3 Nester bewacht, der Rest ist schon durch.
Jedoch ist sehr auffällig, dass viele Zander in regelmäßigen Abständen (1-2 mal pro Tag) zum Laichnest zurückkehren. Könnt ihr euch das erklären?

Achja... Eine Mama war auch kurz da. Geschätzt über nen Meter! Mal schauen, ob wie die Videosequenzen der Schönheit bekommen! :-)

Kam da noch was bezgl. Videosequenzen?

Dudie
08.11.2017, 12:10
Servus Börnie,
die Videosequenzen konnte man sich lange Zeit auf yt ansehen. Leider wurden die Videos nun auf "privat" gestellt.
Habe mir allerdings an einem verschneiten Sonntag vier Stunden Zanderbrutpflege gegeben, spannend ist was anderes! :lachtot:

Allerdings muss man auch updaten, dass der zugehörige Verein nun auch Tests fürs kommende Jahr macht. An der bekannten Laichstelle werden die Laichhilfen erweitert und im größten Altwasser des Abschnitts wurde schon vor 2-3 Monaten eine Badeinsel installiert, welche auch als Laichhilfenbefestigung dient. Ob diese von den Zandern angenommen wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Grüße :wink:

OHKW
08.11.2017, 15:36
Wäre doch eine Sache so ein Projekt und die Ergebnisse irgendwo zu publizieren.

nasobem
08.11.2017, 16:04
http://www.badische-zeitung.de/freiburg-tuniberg/angelsportverein-freiburg-und-dlrg-installieren-laichinsel-im-opfinger-see

Fritze
08.11.2017, 23:44
Hm, evtl. zu früh reingehängt ... mitunter bewachsen die "Pfeifenreiniger" fix und sind dann ab April schon ungeeignet.

https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BC%C3%9Fwasserschw%C3%A4mme

In der Fischerei müssen Reusen und Leitnetnetze alle paar Monate mal hochgehängt werden deshalb, die wachsen sonst regelrecht zu. Reinigung dann nur noch per Hochdruckkärcher möglich ... und sehr schwer sind die dann.

... und nun weiß ich auch, wo die Betonfüße von unseren Baustellenzäunen immer abbleiben :fies:

nasobem
09.11.2017, 00:04
[...]
Hochdruckkärcher
[...]
Nullnullnarkozy übernehmen Sie...



Ich werde die Info mal streuen. Wenn dieser Verein schon mal was sinnvolles zustande bringt.

Fritze
09.11.2017, 00:15
Immer mal ranfahren und die Bürsten durchschütteln genügt gegen Detritusanhaftungen, bei Süßwasserschwamm, Algenbewuchs oder Polypen hilft nur Austrocknen. Lezteres ist in der kalten Jahreszeit auf dem Wasser nicht machbar.

Die Krux ist aber eher die nachlassende Bonität der Kiesgrube gegenüber den Verhältnissen während der Nassbaggerphase wenn ich das richtig gelesen habe.
Normales Geschehen, dann sollte man sich besser mit Barschen & Hechten arrangieren. Zanderbrut benötigt Unmengen Zooplankter gerade nach dem Schlupf. Sind die Nährtiere nicht vorhanden, sind auch die Bürsten die Mühe nicht wert. Da können zig Zander gelaicht und gepflegt haben, die Brütlinge verhungern einfach.

... aber wünschen wir den Machern mal Erfolg auch wenn mir das Ganze irgendwie voreilig erscheint.

nasobem
09.11.2017, 00:37
Wir hatten es schon einmal von diesem Baggersee. Der liegt im Grundwasserstrom unterhalb des ehemaligen Rieselfeldes. Gebaggert wurde dort zuletzt nur noch wegen der Wassertrübung.

http://www.fishing-for-men.de/showthread.php/55937-Da-bin-ich-mal-gespannt?p=878471&viewfull=1#post878471

Gibt ja auch andere Bürstlinge außer Zandern, die nach ihrer Bürsterei die Laichbürsten goutieren können.

Döbelwürger
18.04.2020, 01:20
Wurde das Projekt nun eigentlich mit Erfolg weiter geführt?


Zanderbrut benötigt Unmengen Zooplankter gerade nach dem Schlupf. Sind die Nährtiere nicht vorhanden, sind auch die Bürsten die Mühe nicht wert. Da können zig Zander gelaicht und gepflegt haben, die Brütlinge verhungern einfach.

... aber wünschen wir den Machern mal Erfolg auch wenn mir das Ganze irgendwie voreilig erscheint.

Nicht nur das, bei entsprechender Dominanz der Grundel kommt die Zanderbrut in einen Bottleneck um Futter und Nischen mit gleichgroßen konkurrierenden Grundeln. Mehr Zanderbrut bringt dann keineswegs mehr adulte Fische hervor. Sobald die Zander Grundeln fressen können, ist wieder mehr "Raum" für die Population da.
https://en.wikipedia.org/wiki/Population_bottleneck

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https://www.researchgate.net/profile/Doug_Jones8/publication/319574776/figure/fig1/AS:584674791419904@1516408741294/a-Population-bottleneck-b-Population-replacement.png

Die Biologie der vier invasiven Grundelarten wurde am Niederrhein hinsichtlich Konkurrenz, Populationsentwicklung, Adaptation der Raubfische etc. sehr genau untersucht.

Fritze
18.04.2020, 17:20
Immerhin ein Lichtblick, dass sich die Zander da rausgekämpft haben.