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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Köder für Zander im Freiwasser



HANSWORST
14.07.2010, 23:11
So wir wissen, dass sich die Zander zur Zeit im Freiwasser aufhalten. Dort ist der See 11-12m tief. Leider gehen uns die Burschen noch nicht an den Haken. Ein 95+ Nachläufer auf regular Bull Dawg war bisher alles. Ich denke, dass sich die Zander zwischen 2,5m und 7m aufhalten, je nach Tageszeit.

Gefischt haben wir: Bull Dawg, Deps Cascabel, Evergreen Combat Crank, Kopytos, Salt Shaker und noch nen Paar mehr.

Ich bräuchte also nen Paar brauchbare und vor allem bewährte Köder auf Freiwasserzander, wohlgemerkt im Binnensee und sonst nützliche Tips wie man mehr Bisse provozieren kann.

PS: Köfi kommt nicht in Frage...

Danke.

Heiner
14.07.2010, 23:18
Nun, ich weiß ja nicht, ob das auf Deinen See auch zutrifft. Aber ich kann Dir sagen, womit ich meine letzten Zander im Freiwasser einer meiner Seen gefangen habe, und zwar in einem Gewässer, wo sonst selten Zander gefangen werden. Der Köder war in allen Fällen ein Lucky Craft LVR D-15 (Farbe: American Shad, siehe unten).

Führung: Fünf Sekunden sacken lassen nach dem Auswerfen (wird bei Dir sicher anders sein) und dann in ziemlich aggressiven Jig-Stil eingeholt.

Nach der Tauchtiefe des LVR D-15 und der Sprungschichtlage des betreffenden Sees standen die Viecher ein stückweit in der Sprungschicht in etwa vier Metern Tiefe (die Sprungschicht beginnt in diesem See bei ungefähr 2,50m Tiefe; Gewässertiefe: bis zu 17m, über die meiste Fläche aber etwas weniger). Gefangen habe ich alle Viecher in den Morgenstunden, so etwa gegen 7:30, und zwar bei bedecktem Himmel. Der betreffende See mit seinem ausgeprägt bräunlichem Wasser ist zwar nicht gerade glasklar, gestattet zur Zeit aber Sichtweiten von immerhin 3m.

Der erste der Zander, den ich auf diese Weise fangen konnte, war zugegebener Maßen ein Zufallsprodukt, denn eigentlich war ich auf Hecht aus, in diesem See die bei weitem dominierende Art. Die folgenden Fänge, auf mehrere Tage verteilt, waren dann allerdings kein Zufall mehr, sondern gezielt.

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EDIT: Resümee nebenbei für mich auch (das wusste ich allerdings schon von früher her): Hechte scheinen auf aggressiv gejiggte, in weitem Zickzackmuster geführte Vibration Baits im Freiwasser kaum anzusprechen, sondern beißen da eher auf einfach wie ein konventioneller Crankbait eingekurbelte oder nur leicht gezupfte, in einigermaßen konstanter Tiefe gehaltene Vibration Baits. Anders offenbar beim Zander, jedenfalls momentan.

Eigentlich, ich sagte es, war ich auf Hecht aus. Nur: Die wollten nicht an dem Tag. Und folglich hatte ich aus lauter Frust und ohne viel Hoffnung zu einer Führung gegriffen, von der ich im Grunde wusste aus vielen gescheiterten Versuchen, dass sie nichts taugt für Freiwasser-Hechte. Will sagen: Viele, wenn nicht die meisten Erkenntnisse gewinnt man aufgrund solch "unmöglicher" Abweichungen vom gewohnten Schema - und meist sind's dann solche, die man vorab gar nicht erwartet hatte.

killwell
14.07.2010, 23:50
Spinnerbaits, Spinstopps, durchsacken lassen, agressiv anreisen. d... usw.

Heiner
14.07.2010, 23:53
Also eine ganz ähnliche Führung wie mit oben genanntem Vibration Bait.

killwell
14.07.2010, 23:56
sowieso!

Heiner
15.07.2010, 01:36
Na, einen Versuch mit Spinnerbait werde ich da sicher auch noch mal machen. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

Jedoch: In besagtem See habe ich - sehr selten zwar - auch schon mal Freiwasser-Zander auf stinknormale, gleichförmig eingeleierte Crankbaits gefangen. Allerdings im Herbst, nie um diese Jahreszeit.

Aber wie auch immer: Zander werden für mich eh nur Beifang bleiben, eine gelegentliche Abwechslung, mehr nicht. Denn in stehenden Gewässern sind Zander-"Drills" (wenn man das überhaupt so nennen will) noch öder als im Fluss. Macht wenig Spaß, finde ich. Jeder bessere Barsch bietet da schon erheblich mehr, und jeder bessere Hecht sowieso.